Brachet 2015

Skadefryd im Bollwerk gegen Truebsal

Am 27. Tag im Brachet AD MMXV weylten die Spielleute Skadefryd im „Bollwerk gegen Truebsal“ zu Seckinga, direkt am Rheyne gelegen.

Konnte doch Recke Jan, der Suebe, im Monat Brachet die Jaehrung seyner Erscheynung auf dieser Erdenscheybe feyern und damit auf eyn halbes Jahrhundert Erdendaseyn zurueckblicken.

Jan, der Suebe, gab hierzu eyn groszes Fest, zu welchem er viele Menschen in das Bollwerk gegen Truebsal lud.

Wie wir feststellen konnten war eyne grosze Anzahl der Gaeste aus Sueviae hier an den Rheyn gereyst.

Bereyts zur vierten Stund im Meridianus traf man sich, um genuesslich das eyne oder andere Glas perlenden Weynes zu genieszen und sich eyn wenig naeher bekannt zu machen.

Die Spielleute trugen zwischendurch ihre Utensilien und Instrumente in den Festsaal, der ganz oben im Turm gelegen war. Viele, viele, viele Stufen…….

Aber nachdem die Spielfrouwen und –mannen ein Wochenende zuvor vier Tage lang ihr „Trainingslager“ auf der Reychsburg „Trifels“ absolviert hatten, bey welchem ueber diese Tage rund 7.000 Stufen zu bewaeltigen waren, erschienen uns die schiefen und steilen Holzstufen voellig unscheynbar und lockten keynen der Vaganten so richtig aus der Reserve!

Nach getaner Vorarbeyt liesz man sich die aufgetragenen Suessspeysen, zusammen mit eynem osmanischen Heyszgetraenk munden. Koestlich koestlich kann man nur erwaehnen.

Kaum waren die letzten Kruemel der Suessspeyse vertilgt, erschien ein “waschechter badischer Schotte“ aus der badischen Hauptstadt mit einer großen Sackpfeife und erfreute die Anwesenden und den Jubilaren mit wohlgesetzten Tonfolgen.

Bei dem eynen oder anderen Liedleyn konnte Jan, der Suebe, ein Traenleyn in seynen Augen nicht verbergen.

Nach weyterer Sackpfeifenmusik, genannt „Sets“ und eynem Vortrag eynes Helvetiers gaben die Spielleute Skadefryd vor der Hauptspeys noch eynen Vorgeschmack auf ihre Musici.

Schlieszlich wurde von eynem Fleyschhauer die Atzung aufgetragen. Viele Pfannen und Behaelter prall gefuellt mit den koestlichsten Speysen trug man die vielen Stufen hinauf  in den Saal.

Nachdem alles praechtig aufgetischt ward,  eroeffnete Jan, der Suebe die grosze Fresserey.

Erst zierte man sich eyn wenig – keyner wollte der Erste am Fleyschtopfe seyn, dann aber fiel man doch ueber diese herrlichen Gaben her.

Die Waenste gefuellt und den Durst gestillt, waren die Gaeste nun bereyt fuer die Weysen und Bardengesaenge von Skadefryd.

Und so gaben wir wieder eynmal Alles! Frenetischen Jubel und lautes Handge-klapper ernteten wir zuhauf.

Mit unserem Liedleyn ueber „Loch Lomond“ beruehrten wir unseren Jubilaren besonders. Er lauschte andaechtig und auch hier stand ihm das Wasser in den Aeugleyn.

Erst kurz vor der Geysterstunde beendeten wir unser Gastspiel.

Nachdem auch wir uns noch zu eynem gemuetlichen Ausklang zu den Gaesten gesellten und die verkauften silbernen Scheybleyn auf Wunsch signierten, rannen die Stunden sehr schnell dahin und so ergab es sich, dass die Letzten „Kaempfer“ erst zur zweyten morgendlichen Stund den Weg in ihre Heymstatt fanden.

Recke Jan, der Suebe, wurde derweyl vermisst. Man klaerte uns aber darueber auf, dass der in die Jahre gekommene Mann von der Muedigkeyt ueberwaeltigt wurde und sich in seyne stinkende Kutsche zurueckgezogen hatte, um sich dem Schoenheytsschlafe hinzugeben.

Getreu dem Motto aus eynem unserer dargebotenen Lieder „Unser Schlosz ist die ganze Welt - Unsere Decke ist das Himmelszelt“!

So lieszen wir Ihn denn „in Frieden ruhen“.

Eroberung der Reychsburg Trifels

Eynen zweytaegigen Auftrag vom 20. bis zum 21. Tage im Brachet AD MMXV galt es fuer uns Spielleute Skadefryd abzuarbeyten. Die Obrigkeyt der Reychsburg Trifels in Annweyler hatte darum gebeten, dass wir Spielleute mit unserer mittelalterlichen Musici die Burg beleben moegen.

Die Anreyse war schon am Frijatag zur zweyten und eyner halben Stund im Meridianus. Wir waren nicht alleyne unterwegs. Eyn halbes Dutzend unserer Fanclubmitglieder hatten sich erfreulicherweyse mit angeschlossen. Wollten sie doch mit uns feyern und unsere Musici genieszen.

Nach der Taufe unseres silbernen Scheybleyns in Herrischried war dies unser zweyter Auftritt, um sie vorzustellen.

Bevor wir mit den stinkenden Kutschen zur Burg hinauffuhren, lenkten wir diese in Richtung Naturfreundehaus in der Reychsstadt Annweyler. Hier wurde vortrefflichster Speys und Trank geboten. Dafuer bedankten wir uns mit unserem Lieblingslied: Ye Jacobite by name und als Zugabe sang Nephilim, das Goldkehlchen, Amacing Grace. Die Wirtin wie auch Tavernengaeste waren so begeystert, dass sie gleych ein silbernes Scheybleyn erwarben.

Hernach hiesz es hinauf zur Burg und die Schlafstaetten eynrichten. Aber alles nicht so eynfach. Das Ausladen und Hochbringen vom Gepaeck war nicht das Schlimmste, gab es doch eynen mechanischen Packesel welcher die Arbeyt uebernahm. Die Herausforderung war, das Gepaeck in das vierte Geschosz hochzutragen; 151 Stufen - der Gevatter hat sie gezaehlt.

Nichtsdestotrotz, alles wurde gemuetlich eyngerichtet und anschlieszend traf man sich mit den anderen Mitwirkenden der Burgbelebung im Burghof. Anwesend waren die Rittergruppen „Die Herrenlosen“ undEpposteiner“, die Ordensgemeynschaftfidem-servare“, sowie dasMusiktheater Filstal

Am Satertage, nach Eynnahme der ersten Mahlzeyt, starteten die Vorbereytungen. Zur 11. Stund eroeffneten wir die Veranstaltung im Kaisersaal. Obwohl das Wetter nicht wirklich eynladend war, waren schon etliche Schaulustige anwesend. Im Kaisersaal war es eyn Genuss, Lieder wie Kaiku,Rabenballade,Loch Lomond oderMerseburger Zauberspruch 1 darzubieten. Die Akustik war unbeschreyblich.

Wir pendelten im stuendlichen Rhythmus vom Kaisersaal zum Burghof und umgekehrt, wo wir unermuedlich mit unseren Balladen, Seemanns-, Sauf- und Raufliedern das Publikum begeysterten.

Am Balder dann starteten wir erneut im Kaisersaal und sangen im gleychen zeytlichen Rhythmus wie am Satertage.  An diesem Balder waren viel mehr Schaulustige anwesend. Meynte es das Wetter doch gut mit den Anwesenden.

Viele Gespraeche mit den Besuchern wurden gefuehrt, viele Fragen gestellt, viele silberne Scheybleyn verkauft. Es sind wohl auch viele neue Mitglieder dem Fanclub beygetreten.

Und wie heiszt es immer so schoen? Das Beste kommt zum Schluss und dies galt auch fuer uns Spielfrouwen und -mannen. Der vorletzte Auftritt am Sonntag fand im Kaisersaal statt.

Was hier vonstatten  ging war unbeschreyblich. Das Publikum war so begeystert, dass es den Auftritt von uns, nach dem Schlusslied, mit Standing Ovations belohnte. Die Stimmung war eynfach Gaensehaut pur. Manch eynem der Zuhoerer rann eyn Traenchen die Wangen hinunter.

Natuerlich konnten wir uns nicht ohne eyne Zugabe aus dem Kaisersaal verabschieden.

Viele hatten noch nicht genug und folgten uns zu unserem allerletzten Auftritt im Burghof. Viel Handgeklapper und Jubel wurde gespendet und auch hier konnten wir den Tag nicht ohne Zugabe beenden. Waere es nach dem Publikum gegangen wuerden wir heute noch da stehen und unsere Musici zum Besten geben.

Nun ja, alles hat dann seyn Ende und es war fuer uns Spielleute eyndeutig eyn sehr erfolgreyches Wochenende. Das Schoene fuer uns ist, dass die Anhaenger mehr werden, die sich alle fuer das Selbe begeystern und zwar fuer die Bardengesaenge von Skadefryd.

Ein Teyl der Spielleute fuhr am Sonntagabend noch nach Hause, rief doch die Pflicht wieder am naechsten Tag. Die Restlichen traten am Montag die Heymreyse an. Doch vorher fuhren wir noch zur Taverne „Zum goldenen Loewen“ in der Reychsstadt Annweyler. Sie war uns schon vom letzten Jahr her bekannt.

Der Wirt erkannte uns sofort wieder und grosz war die Freude uns wieder zu sehen. Er hat nicht vergessen, dass Nephilim ihn damals mit dem Lied „Halleluja“ begeystert hatte.

Wer dieses Jahr nicht zur Reychsburg Trifels in Annweyler mit konnte, eynen kleynen Hinweys: Im naechsten Anno, am 18. und 19. Tage im Brachet MMXVI findet wieder die Burgbelebung statt. Und wer ist dabey?

Jawohl, die Spielleute Skadefryd haben den Auftrag schon bekommen, die Reychsburg wieder zu beleben. Es waere schoen wenn ganz viele von Euch wieder mit dabey waeren.

Die Spielleute sagen "Danke"

Die Spielleute Skadefryd bedanken sich bei allen Besuchern des Kunsthandwerks-marktes "Kunststückchen" in Herrischried, die unseren Bardengesängen gelauscht und kräftig "Handgeklapper" gespendet haben. Ihr ward ein wunderbares Publikum.
Ein herzliches Dankeschön auch an Alle die unser Album "cantus vagus" erworben haben. Wir wünschen recht viel Vergnügen beim Anhören.
Wir würden uns freuen Euch alle bei einem unserer nächsten Auftritte wieder begrüßen zu dürfen.
Abschließend gilt ein ganz besonderer Dank unserem Fanclub, der uns nicht nur bei den Auftritten unterstützte, sondern den Verkauf unseres Album organisierte und für den Freiausschank der Getränke sorgte.
Danke ihr seid ein tolles Team.
Besonderer Dank gilt hier Josefine, welche die Hauptverantwortung hierbei trug.
Danke - Danke - Danke.

Skadefryd belebt den Klausenhof

Am 06. und 07. Tag des Brachet AD MMXV reysten die Spielleute in den Hotzenwald.
Fand doch dort auf dem Gelaende des Freylichtmuseums Klausenhof  der Gemeynde Großherrischwand eyn grosser Kunsthandwerksmarkt, genannt „Kunststueckchen“ statt.
Der Klausenhof ward eyne wunderbare Kulisse. Stammt dieser doch aus dem Jahre 1424 und ist eynes der aeltesten Haeuser im Schwarzwald. Der Klausenhof und das gesamte umliegende Gelaende wurden  mit  viel Hingabe wieder hergerichtet und erstrahlen daher im urspruenglichen Glanze.

An diesem besagten Wochenende waren eyne Vielzahl von Haendlern und Handwerkern, auch von weyt her, angereyst, die ihre Waren und Kunst feylboten. Es gab nichts, was es nicht gab….

Aber auch ans leybliche Wohl ward gedacht.

Man konnte beym Pfister frisch gebackenes Brot zum Verzehr erwerben; sich an Gruenzeug satt essen, welches in frueheren Zeyten wohl eher dem Vieh vorbehalten ward oder bey unserem Lieblingsfleyschhauer Fritz dem Hauber, welcher mit seynem holden Weybe Myrta, seyner huebschen Tochter Katja und dem hehren Recken Jean seyne Waren feylbot, auch eynen vorzueglichen Fleyschlappen oder in Daerme gepresstes Fleysch verzehren.

Dazu konnte man sich in Oel ausgebackene Tartuffelspitzen (der Helvetier wird es eher unter „Vierkant-Rösti“ kennen) schmecken lassen. Jeder nach seynem Geschmack.
Auch die Freunde der Suessspeyse kamen nicht zu kurz und dazu konnte man eynen Becher des koestlichen osmanischen Heyszgetraenkes zu sich nehmen.

Und alles war auf seyne dargebotene Art koestlich.

Die Tavernen mit Bier, Weyn, schnoedem Wasser oder Apfelwasser hatten an diesem, von der Sonne verwoehnten, Wochenende groeszte Probleme ihre Getraenke zu kuehlen.
So ab und an musste man sich eben auch mal mit eynem handwarmen Getraenk zufrieden geben, weyl die weyszen kaelteproduzierenden Kaesten dem Ansturm der Menschenmassen eynfach nicht gewachsen und nicht dafuer ausgelegt waren.
Doch sehe man hier den positiven Aspekt – man holte sich auf diese Weyse wenigstens keyn Bauchgrimmen oder eynen Kaelteschock   

Die Spielleute Skadefryd gaben an beyden Tagen bereyts ab der 11. Stund bis zur 5. Stund im Meridianus ihr Bestes. Sie zogen mit ihrem Ringsenwagen ueber das Gelaende und verbreyteten an mehreren Stellen Kurzweyl.

Immer und immer gelang es ihnen, die vielen Zuhoerer um sie herum, in ihren Bann zu ziehen. Es wurde ob der teylweyse derben Texte viel gelacht, Lieder mitgesungen, mitgeschunkelt. Die Stimmung war herrlich. Und so blieb es auch nicht aus, dass am Ende eyner jeden Darbietung frenetisch Handgeklapper zu hoeren ward.  

Von vielen Zuhoerern wurden die Spielleute mit eynem Obulus in ihre Ablassschale bedacht, wofuer sie sich recht herzlich bedankten. Wuerdigte man doch dadurch ihre Bardengesaenge und die dargebotene Unterhaltung auf besondere Weyse.

Aber die Spielleute hatten an diesen beyden Tagen noch eyne ganz andere Ueberraschung fuer die Gaeste parat.

Naemlich die Taufe ihres ersten silbernen Scheybleyns,  auf welchem auf magische Weyse vierzehn(!) Liedleyn eyngefangen wurden. Das Scheybleyn bekam den Namen „cantus vagus“ (Das Lied des fahrenden Spielmanns).

Wer an diesen beyden Tagen das Scheybleyn erwarb, wurde zum Dank von den Spielleuten zu eynem Getraenk eyngeladen und die Vaganten signierten die Huellen auf Wunsch sogar.

Bey all jenen, die dieses Scheybleyn erwarben, bedanken sich die Spielleute und wuenschen viel Vergnuegen beym Anhoeren.

Am Abend des Balder, nach getaner Arbeyt, konnten die Spielleute das Fazit ziehen, dass es, durch die Waerme bedingt, zwey sehr anstrengende Tage gewesen sind, die aber riesigen Spasz gemacht haben.
Man hat „alte“ Freunde getroffen, neue Freundschaften geschlossen und viele neue Fans dazugewonnen.

Es war eyn sehr angenehmes Zusammenarbeyten mit dem Veranstaltungsteam rund um den Glaspuster Dirk, dem die Spielleute fuer das entgegengebrachte Vertrauen danken.

Abschliessend moechten die Spielleute es nicht versaeumen, sich bey ihrem Fanclub recht herzlich zu bedanken.

Eynmal dafuer, dass sie die Darbietungen in großer Zahl aufgesucht und ihren Spasz dabey gehabt haben.
Zum Anderen eyn herzliches „Vergelt’s Gott“ an das gesamte Team um Josefine fuer die Organisation und Duchfuehrung des Verkaufs des silbernen Scheybleyns und den damit eynhergehenden Freyausschank.

Es war eyne grosze Entlastung fuer uns – habt groszen Dank dafuer.
 

Terminübersicht

Mi Dez 12, 2018 @19:00 -
Musikprobe
Sa Dez 15, 2018 @11:00 - 06:00PM
Marché de Noel médiéval
So Dez 16, 2018 @11:00 - 06:00PM
Marché de Noel médiéval
Mi Dez 19, 2018 @19:00 -
Musikprobe

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