Julmond 2016

Bauernweyhnacht zu Ascabah

Nachdem wir Spielleute am 17. Tage im Julmond in Friolesheym gefeyert und musiziert hatten, mussten wir in den fruehen Morgenstunden des 18. Tages des Julmondes bereyts wieder unsere stinkenden Kutschen beladen. Wartete doch eyne rund drey Stunden andauernde Fahrt nach Ascabah auf uns, wo man uns um die hoechste Mittagsstund‘  erwartete, um die Besucher zu unterhalten.

Nachdem wir eyn ordentliches Fruehstuecksmahl  zu uns genommen hatten, traten wir die lange Reyse an. Die Fahrwege waren auf dem Lande nahezu  menschenleer .
Auch auf dem breyt ausgebauten Fahrwege herrschte nur maessiges Getuemmel, so dass die Reyse gut voranging.

Zur 10. und eyner halben Stund trafen wir sodann am Castell zu Ascabah eyn. Nachdem unser Ringsenwagen und das Pestmobil zusammengebaut und hergerichtet waren, suchten wir als erstes die orientalische Taverne auf, um dort mit eynem maurischen Heyszgetraenk die Lebensgeyster vollends aufzuwecken. Was auch gelang.

Es folgt nun eyn ausfuehrlicher Gang ueber das Marktgelaende, um die besten Plaetze fuer unsere Darbietungen auszuwaehlen.

Dabey trafen wir bereyts auf mehrere Haendler und Handwerker, die dieses Jahr auf den verschiedensten Maerkten ihre Waren feylboten und sich unsere Wege immer wieder kreuzten. Eyn herzliches Hallo allerorten und eyn kurzes Schwaetzchen waren unumgaenglich.

Auch mit der Obrigkeyt von Historisches Eschbach wurde Kontakt aufgenommen, Eynzelheyten geklaert und im Weyteren trafen wir sodann auf unsere ersten Fans, die es sich nicht nehmen lassen wollten, den Saisonabschluss mit uns zu erleben.
Auch eyne grosze Anzahl Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. waren zugegen.

Als die Glocke zur hoechsten Mittagsstund‘ schlug begannen wir mit unseren Bardengesaengen.

Schon ab der ersten Darbietung scharte sich eyne grosze Menschenmenge um uns herum, die unseren Weysen lauschten. Offensichtlich gefiel ihnen was wir taten. Ernteten wir doch lauten Jubel und viel Handgeklapper fuer unsere Musici.

Obwohl uns die kurze Nacht noch eyn wenig in den Knochen steckte, war unsere Motivation unerschuetterlich. Wir gaben auch an diesem Tage unser Bestes.

Bereyts ab unserem zweyten Auftritt gesellte sich Kaept’n Black Beard zu den Zuhoerern. Dieser ward so begeystert von unserer Musici, dass er uns bis in die Abendstunden hineyn folgte, die ihm bekannten Weysen mitsang und die Umstehenden auch dazu animierte, mitzuschunkeln und zu klatschen.

Schnell hatten sich noch weytere Piraten um ihn versammelt und so folgte uns von Spielort zu Spielort eyne Horde rauher Gesellen, die in eynem Anflug von Ekstase sich voellig verausgabten. Eyner dieser rauhen Gesellen schwang sogar wiederholt seyn Tanzbeyn. Ganz nebenbey flosz der Rum in Stroemen in die Waenste.

Egal an welcher Stelle des Marktes wir uns im Verlaufe des Tages eynfanden, ueberall grosze Menschentrauben, die sich begeystern lieszen und mitmachten. Singen, Tanzen, Schunkeln, Klatschen, nichts wurde ausgelassen. Eyne Freude fuer uns Spielleute, dies zu Sehen. Niemand stand gelangweylt da, alle hatten riesigen Spasz. Besonders wir!

Zur 5. und eyner halben Stund‘ im Meridianus  begaben wir uns auf Anweysung der Obrigkeyt des Marktes zum alten Amtssitz des Schultheysz. Dort versammelten sich alle Gewandeten Marktteylnehmer, um kurz darauf in eynem maechtigen Fackelzug auf das Marktgelaende eynzuziehen.

Zur 6. Stund‘ im Meridianus ging es los. Angefuehrt wurde der grosze Fackelzug vom Ausrufer, danach folgten wir Spielleute mit unserer Musici. Sodann schritt der Schultheysz mit seyner ehrenwerten Gemahlin dahin, ihm folgten weytere Adlige, Ritter und Bauernvolk mit seynen Gaesten.

Eyn beyndruckend anzuschauender Lichterzug ward dies. Das Flackern der Fackeln warf gespenstische Schatten an die Hauswaende. Und so zogen wir in den Markt eyn, drehten eyne Runde ueber das ganze Marktgelaende, wo der Schultheysz auf der Treppe des Castells schlieszlich eynige Worte an die Haendler und die Marktbesucher richtete.

Nachdem er geendet hatte, unterhielten wir die vielen Anwesenden mit mehreren Weysen, bevor es zu Odin’s Feuerdarbietung ging. Wir hatten die Ehre diese musikalisch umrahmen zu duerfen.      

Zur 7. Stund‘ im Meridianus endete schlieszlich unser „Arbeytstag“. Muede und ausgebrannt traten wir letztlich die Fahrt zu unseren Heymstaetten an.

Auch wenn dieses 4. Wochenende im Adventus, welches wir unterwegs waren, uns nochmals alles abverlangt hatte, waren wir zufrieden und sehr froh darueber, dass es uns gelungen war, zum Saisonabschluss noch eynmal soviele Menschen zu erfreuen und ihre Sorgen vergessen zu lassen.

Wir werden nun tief Luft holen, Kraefte sammeln und im Fruehjahr AD MMXVII wieder fuer Euch da seyn.

Bis dahin bleybet alle gesund und munter und habet eyn gutes, glueckliches und gesundes Novum Annum.

 

Sonder-Edith'sche feyert Jubilaeum

Am 14. Tage im Julmond AD MMXVI jaehrte sich fuer unser Fanclub-Mitglied Edith der Tag der Erscheynung auf unserer Erdenscheybe.

Da es sich um eyne „runde“ Wiederholung handelte, lud Edith alle ihre Freunde, zu denen auch wir uns zaehlen duerfen, zu ihrer groszen Tafeley und zum Umtrunk eyn.

Da saemtliche Spielleute eyngeladen waren, brauchten wir nicht all zuviel Hirnschmalz darauf zu verschwenden, um auf eyn passendes Geschenk zu kommen.
Wir waren uns schnell eynig, dass wir UNS zum Geschenk machen.  Wir schenken unserer Edith die musikalische Umrahmung ihrer Erscheynungsfeyerlichkeyt!

Gesagt, getan. Und so fuhren wir am Satertage, 17. Tage im Julmond in die keltische Siedlung Friolesheym die dem Besitz der Herren von Gemmingen und des Markgrafen zu Baden zuzuordnen war.

Da wir rechtzeytig die Fahrt in unseren stinkenden Kutschen angetreten hatten, trafen wir bereyts zur dritten Stund im Meridianus dort eyn. Wir suchten in der Umgebung  von Friolesheym unsere Herbergen auf  und erholten uns von der langen Reyse.

Sodann legten wir unsere Gewandungen an und begaben uns zur 5. Stund‘ im Merdianus zur Zehntscheuer von Friolesheym.

Zur 6. Stund‘ begannen die Feyerlichkeyten mit eynem Getraenk unserer Wahl  bey eynem Stehempfang. Es ward herrlich anzuschauen, wie viele Gaeste in Gewandung erschienen waren.
Kurzentschlossen stimmten wir das Geburtstagslied an. Und siehe da, unsere Edith konnte das eyne oder andere Augenwaesserleyn bereyts jetzt schon nicht verhindern.

Nachdem wir eynen Schluck zu uns genommen hatten, spielten wir zum ersten Mal fuer die Gaeste auf. Bereyts von Anfang an, schien der Funke ueberzuspringen. Die Gaeste hatten sichtlich Spasz an den darbegotenen Weysen.

Nachdem wir mit unserer Darbietung fertig waren, ward auch schon das Essen aufgetragen. Die Tischplatten bogen sich unter den angebotenen Koestlichkeyten. Edith hatte es an nichts fehlen lassen. Man konnte sich fast gar nicht entscheyden, was man zuerst verzehren wollte. Auch Getraenke gab es in Huelle und Fuelle, ob aus dem hoelzernen Fass oder aus dem Kruge. Es ward eynfach alles da. Die dienstbaren Geyster sorgten dafuer, dass es uns an nichts mangelte.

Wir gaben uns also in den naechsten zwey Stunden erst eynmal der Voellerey hin. Nebenbey tauschte man sich mit seynem Tischnachbarn aus.

Bey eynem maurischen Heyszgetraenk unterhielt man sich schlieszlich mit all den Gaesten, die man von den Maerkten des Jahres her kannte und sich mit ihnen anfreundete.

Dann waren wir der Meynung, es waere erneut Zeyt fuer eyne musikalische Zeytreyse. So unterhielten wir in den kommenden zwey Stunden die Gaeste mit unserer Musici. Die Gaeste gaben sich der Froehlichkeyt hin.
Es herrschte eyne tolle Stimmung. Die Anwesenden schunkelten mit, klatschten mit, sangen mit und waren fuer jeglichen Scherz offen. Es wurde viel gelacht und gealbert. Mittendrin unser Jubilaeums „Sonder-Edith’sche“. Auch sie hatte sichtlich Spasz und freute sich ueber unsere „Gabe“. Eyn breytes froehliches Grinsen war in ihre Gesichtszuege gemeysselt.

Kurz vor der Geysterstunde beendeten wir unsere Musici. Denn am Balder wurden wir bereyts zur Mittagsstund‘ in Ascabah erwartet, wo wir die Gaeste der Historischen Bauernweyhnacht bis zum Abend unterhalten sollten. Jedoch durften wir ohne Zugabe nicht von dannen ziehen.

So kehrten wir letztlich nach eynem Abschlussgetraenk kurz nach der Geysterstunde in unsere Herbergen zurueck, um unsere Koepfe in die weychen Daunenkissen zu druecken.  Diese Nacht wird kurz, das war uns bewusst, aber dennoch haetten wir uns um nichts in der Welt diese Feyerlichkeit unserer lieben Freundin und unseres Fanclub-Mitgliedes „Edith’sche“ entgehen lassen.

Vielen lieben Dank an unser „Sonder-Edith’sche“ und wir freuen uns auf eyn Wiedersehen auf dem naechsten Markte.
 

Den Herren zu Rappoltsteyn zur Freud

Schon zur Mitte des vergangenen Annos hatte die Obrigkeyt der historischen Stadt Ratbaldouilare im Elisazon die Spielleute Skadefryd gerufen, um in diesem Anno am 03. und 04., sowie 10. und 11. Tag des Julmondes, die Menschen in Ihrer Stadt mit ihren Bardengesaengen zu erfreuen.

Veranstaltete Ratbaldouilare doch an beyden Wochenenden aus Anlass des bevorstehenden Julfestes zwey grosze Maerkte. Bey diesen Maerkten wurden wie ueblich zwey mittelalterliche Bereyche geschaffen, in welchen wir die Besucher unterhalten sollten.

Eyn Bereych ward der Place de la République im Quartier Pittoresque, der zweyte auf dem Platze "Cour du Grand Bailli". Gerne kame wir dem Rufe der Obrigkeyt nach und so reysten wir an beyden Wochenenden im Adventus bereyts am Frijatag gen Elisazon.

An beyden Wochenenden waren die breyten Reysewege fuer die stinkenden Kutschen weytesgehend frey, so dass die Reysen gut voranschritten.

Nach etwas mehr als eyner Stund erreychten wir das wunderbare Staedtchen. Wir suchten unsere jeweyligen Herbergen auf, bezogen unsere Kemenaten und fanden uns schlieszlich zur 6. und eyner halben Stund in unserer Stammtaverne „Bierstub Ville de Nancy“ eyn. War es uns doch zur Tradition geworden, am jeweyligen Vorabend des Arbeytswochenendes eynen Kameradschaftsabend voranzustellen.

Als wir in der Bierstub eyntrafen wurden wir von unseren Freunden Noelle, Lydie, Joanne, Daniel und Alain auf das herzlichste begruesst.
Bey eynem schmackhaften Anisgetraenk, eynem guten Kruge „Sans Culotte“ oder auch nur schnoedem Wasser tauschte man sich aus, was sich seyd dem Pfifferdaj im Scheyding zugetragen hatte.

Da unsere Maegen knurrten suchten wir so dann eynige koestliche Speysen aus, die wir mit gutem Appetit vertilgten. Danach durfte beym Eynen oder Anderen eyn, oder zwey oder drey, oder……. „Coup Alsacienne“  als koestliche Nachspeyse nicht fehlen.

Und so saszen wir bis kurz vor der Geysterstunde beysammen, scherzten, lachten und sangen das eyn oder andere Lied „a capella“.

Fuer eynen Teyl der Spielleute hiesz es nun die Heymstaetten aufzusuchen, die anderen „Die Unermuedlichen“ suchten noch die Taverne „St. Ulrich“ auf, um dort bey eynem Glase irischen uisge beatha (Wasser des Lebens) den Tag zu beschliessen.  Auch der Besuch dieser Taverne hat zwischenzeytlich Tradition.

An beyden Wochenenden begann man den Satertage und den Balder mit eynem guten Morgenmahl und eyne Stunde vor der hoechsten Mittagsstund begannen wir damit die Besucher des Staedtleyns mit unseren Weysen zu unterhalten.

Dies den ganzen Tag hindurch bis zur 6. Stund im Meridianus. Wir pendelten jeweyls zwischen den beyden anfangs erwaehnten Marktflaechen hin und her.

Die Wege waren zeytweyse beschwerlich, da sich viele viele Menschen im Staedtleyn bewegten. Aber Dank unseres Trumelers, der unsere Karawane jeweyls anfuehrte, machten die Besucher Platz und saeumten damit unseren Weg.
Unendlich viele Seelenfaenger wurden gezueckt und immer und immer wieder wurden Bildleyn von uns eyngefangen. Egal an welchem Orte wir spielten, immer wieder liessen sich Besucher und Besucherinnen mit uns ablichten.

Es bildeten sich auch grosze Menschengruppen um uns herum, die unseren Bardengesaengen lauschten.  Die Menschen waren begeysterungsfaehig. Obwohl nicht alle der deutschen Sprache maechtig gewesen seyn duerften, hoerte man uns zu, klatschte mit, schunkelte auf Aufforderung mit und man hatte eynfach Spasz.
Lieder die wir in bretonisch oder okzitanisch darboten, wurden auch schon mal, zu unserer Freude, mitgesungen.

Und da es an beyden Wochenenden gleych ablief, waren es vier wunderbare Tage, die wir so erleben durften.

Am Satertage begab man sich sodann nach getaner Arbeyt nochmals in die Stammtaverne, um zu Speysen und suchte dann seyne Herbergen auf. Eyn Teyl der Spielleute nutzte den Abend, um sich fuer den kommenden Tag zu erholen, der andere Teyl  erforschte noch eynmal das Staedtchen.

Da die Spielleute zum groeszten Teyl  ja in Lohn und Brot standen und am Manatag bereyts wieder ihre Frohndienste abzuleysten hatten, fuhr man jeweyls am Abend des Balder wieder zurueck in seyne Heymstaetten.

Wir bedanken uns bey der Obrigkeyt von Ratbaldouilare, dass wir diesen beyden Wochenenden des Adventus in ihrer Stadt mitgestalten durften.

Skadefryd on Tour

 

Terminübersicht

Sa Okt 20, 2018 @13:00 - 08:00PM
Mittelaltermarkt Feuchtwangen
So Okt 21, 2018 @11:00 - 05:00PM
Mittelaltermarkt Feuchtwangen
Mi Okt 24, 2018 @19:00 -
Musikprobe
Sa Okt 27, 2018 @13:00 - 05:00PM
Märchentage

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